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Der "Ort der Stille und des Dankes" - ein weltweit einmaliges Projekt an der Medizinischen Hochschule Hannover

Im Garten der Medizinischen Hochschule Hannover soll ein „Ort der Stille und des Dankes“ entstehen, ein Ort an dem suchenden Menschen die Möglichkeit gegeben werden soll, zur Ruhe zu kommen und zu entspannen.
Er soll eine Stätte des Dankes sein für eine erfolgreiche Transplantation, welcher Art auch immer, einer Heilung an Leib und Seele. Hier ist es möglich, den Spendern von Organen – die ja im Allgemeinen für den Patienten unbekannt bleiben - Dank zu sagen, aber auch Wünsche zu äußern.

Es ist bewusst angestrebt, angesichts des erfahrenen und erlebten eigenen Schicksals, einmal innezuhalten und in sich hineinzuhören: Aus dem Wissen um das Erlittene soll Freude aufkommen, ein dankbarer Jubel – zwar eingedenk des Schwierigen und Vielschichtigen des eigenen zerbrechlichen Lebens – aber auch Staunen. Ein ausgelegtes Buch wird jedem Besucher die Möglichkeit geben, eigene Gedanken in Worte zu fassen, die auch andere lesen dürfen. Für persönliche, nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Zeilen, soll eine stählerne Säule Briefe und geschriebene Worte aufnehmen.

Das Ziel dieses „Ortes der Stille und des Dankes“ soll sein, dass viele Menschen, Betroffene oder Nichtbetroffene, Zweifelnde oder Ratsuchende beglückt und zufrieden an diesem Ort verweilen und gerne wiederkommen.

Mit der Errichtung dieses Ortes auf dem Gelände der Medizinischen Hochschule Hannover, vom Konzept und der Konstruktion her in Deutschland einmalig, soll ein Forum geschaffen werden, um Dank zu sagen.

Im Garten der Medizinischen Hochschule soll dieser "Ort der Stille und des Dankes" als eine begehbare Skulptur, eine Kugel aus Edelstahl und Glas, entstehen. Die Kugel symbolisiert Dynamik und Präzision, aber auch Geborgenheit und Leben – und die Zelle, an der alle immunologischen Reaktionen im Körper ablaufen.
Das Innere soll im Gegensatz zum Äußeren Wärme und Behaglichkeit ausstrahlen. Ein eisernes Zentrum (Eisen entsprechend dem Kern des Hämoglobinmoleküls) in Form eines geschmiedeten Wasserbeckens, soll sichtbar und hörbar Wassertropfen aufnehmen, die von der lichtdurchfluteten Kuppel in unregelmäßigen Abständen tropfen: ein Symbol für das Warten und Hoffen auf ein Spenderorgan, aber auch "jeder Tropfen zählt". Auf Porzellanbänken können um das Wasserbecken ca. 12 – 14 Personen "im engsten Familienkreis" Platz nehmen. Das optisch kalte Porzellan soll mittels der darin verborgenen Heizung erwärmt werden und den Umgang mit den Spenderorganen deutlich machen: das Abkühlen und Erwärmen der Organe und das absolut saubere Arbeiten in einer sauberen Umgebung.

Eine besondere Rolle wird das Licht für den "Ort der Stille und des Dankes" spielen: das Licht, das Menschen sahen, die dem Tod begegnet sind und das Licht, das jeder Mensch bei der Geburt sieht. Das Licht ist Anfang und Ende, Leben und Tod. Es wird im Inneren der Skulptur durch eine Kuppel aus verschiedenfarbigem Glas eingefangen und gebrochen. Abends wird die Skulptur außen mit Sternenlichtern leuchten.

Dieses Projekt steht jetzt am Anfang der Realisierung und kann, je nachdem wie schnell die dafür notwendigen Gelder angeworben werden, auch in einzelnen Schritten errichtet werden. Die verwendeten Materialien können unbeschadet dem Wetter ausgesetzt werden, bis das Projekt endgültig fertiggestellt ist. Wir würden uns sehr freuen, wenn der "Ort der Stille und des Dankes" alle Menschen so berührt, daß sie zu Geldspenden bereit sind. Schenken Sie uns Ihr Vertrauen – wir danken Ihnen schon heute dafür!

Geldspenden nimmt die Gesellschaft der Freunde der MHH entgegen:
Konto Nr. 312 000 300  bei der
Commerzbank AG Hannover (BLZ 250 400 66)
 
Stichwort: „Ort der Stille und des Dankes“, Sonderkonto Nr. 11 000 214 
sowie Name und Adresse (für Spendenbescheinigung).

Frau Privatdozentin Dr. Roswita Müller hat die Leitung des Projektes abgegeben. Interessierte und Sponsoren erhalten weitere Informationen bei dem Leiter des Projektes:
Dr. Gerald Neitzke, Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees der MHH, Tel: 0511-532-4271 oder  532-4267

Dank unserer fleißigen Sponsoren konnte 2007 die Bodenplatte mit den Bänken sowie der Weg fertig gestellt werden. Darauf soll eine Kugel mit sechs Metern Durchmesser aus Glas und Edelstahl gesetzt werden. Die feierliche Einweihung des ersten Bauabschnittes war am 19. November 2007.

Leider konnte  bislang nicht genug Geld für den weiteren Bau der Gedenkstätte gesammelt werden. Der nächste Bauabschnitt wäre die Erstellung des Stahlgerüstes und dessen Verkleidung. Die Kosten hierfür würden voraussichtlich etwa 100.000 € betragen.

Der „Ort der Stille und des Dankes“, ist ein Projekt des Klinischen Ethik- Komitees der MHH im Auftrag des Päsidiums mit Unterstützung aller Transplantationspatienten betreuenden Abteilungen und der Selbsthilfegruppen; Idee Privatdozentin Dr. Roswita Müller; künstlerische Leitung Andreas Rimkus;
3D-Animationen Gerhard Jenk.


Hell leuchten die lebenden Zellen des Spenders unter dem Mikroskop: Die Transplantation kann durchgeführt werden. Dies inspirierte Andreas Rimkus bei der künstlerischen Gestaltung des „Ortes der Stille und des Dankes“.
Wie könnte die MHH ohne Blut-, Organ- und Knochenmarkspender
helfen?


Wohin mit dem Dank, wenn die Spender unbekannt bleiben?
„Ich bin dankbar für Helena und für meinen Mann, der ihr mit seiner Niere eine neue Lebensqualität geschenkt hat.“
Burkhard Tapp (48 Jahre): „Dank meiner zweiten Geburt kann ich die Natur wieder mit dem Rad erkunden.“
Alfred Börgerding (55 Jahre): „Auch nach 30 Dialysejahren bleibt der Traum, nicht mehr von einer Maschine abhängig zu sein“.
Dr. Roswita Müller, Andreas Rimkus, Präsidiumsmitglieder und Repräsentanten der AG "Ort der Stille und des Dankes" haben sich im Patientengarten an dem Platz, wo die geplante Skulptur stehen soll, für ein Foto der Pressestelle der MHH eingefunden.
2007 konnte die Bodenplatte mit den Bänken sowie der Weg fertig gestellt werden.